AKTUELLES

Schneeglöckchenfest 2024

 

Bei allerschönstem Wetter fand am 9. März 2024 wieder das inzwischen fast schon traditionelle  Schneeglöckchenfest auf Gut Bustedt statt.

 

Veranstalter war die Gesellschaft zur Förderung der Gartenkultur e.V. Zweig Ostwestfalen.

 

In der Zeit von 11.00 – 17.00 Uhr präsentierten viele Spezialgärtnereien aus dem In- und Ausland ihre Sortimente und Raritäten. Es wurden zahlreiche Fachgespräche geführt und gärtnerische Erfahrungen ausgetauscht.  Im Schneeglöckchen-Café konnte man sich bei Kaffee und Kuchen stärken.

 

Der Erlös fließt wie jedes Jahr  in Gartenprojekte für Kinder und Jugendliche.

 

Weitere Informationen über den Veranstalter gibt es hier:

www.schneegloeckchenfest.de

 

Kurz vor der Eröffnung herrschte bereits großer Andrang.

Caruso bringt einen neuen Sound ins Hühnergehege

Am 16.1.24 ist eine Schar "Westfälische Totleger" ins Tierdorf eingezogen. 

Caruso, der stimmgewaltige Hahn dieser alten und als robust geltenden Hühnerrasse und vier Hennen ergänzen nun die bunte und etwas überalterte Hühnerschar.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Still ruht der Garten...                                                                                                            Foto: Sundermeier

Werden Sie Vereinsmitglied!

Für nur 20 € (ermäßigt 10 €) Mitgliedsbeitrag pro Jahr fördern Sie die praktische Umweltbildung für über 20.000 Kinder/Jugendliche aus der Region und tragen zur Pflege und Erhaltung des Gutes Bustedt, seiner Außenanlagen und des Tierbestandes bei.

 

AKTION:

Neumitglieder erhalten im Jahr 2023  als Willkommens-Präsent einen Meisen-Nistkasten aus eigener Herstellung.

Neue Kursgebühren ab 01.08.2023

Nach neun Jahren müssen wir zum Schuljahr 2023/24 eine Erhöhung der Kursgebühren vornehmen.

 

Tag des offenen Denkmals am 10.09.23

 Am Sonntag, den 10. September 2023, war es wieder so weit:  

Am landesweiten Tag des offenen Denkmals öffnete auch das Gut Bustedt für Besucher Tore und Türen.

 

Strahlender Sonnenschein lockte besonders die Radfahrer nach Bustedt, aber auch Eis- und Tierliebhaber kamen beim diesjährigen Tag des offenen Denkmals auf ihre Kosten.

 

Kunstinteressierte erhielten von Mitarbeitern der Gemeinde Hiddenhausen eine Führung durch historischen Räumen der Burg  und bekamen einen Überblick über die Kunstschätze und die Renovierungsmaßnahmen.

 

Insgesamt sechs Schüler*innen der Birger-Forell-Sekundarschule aus Espelkamp präsentierten in diesem Jahr die besonderen tierischen Talente in und an der Bustedter Burg. Sie erhielten viel Lob für ihre freundliche Betreuung der jüngeren Gäste, mit denen sie gemeinsam einen Rundgang im Tierdorf machten. Seit 2005 komme regelmäßig Schüler*innen aus Espelkamp nach Bustedt und gestalten unter der Leitung von Bustedt-Mitarbeiterin Stephanie Sundermeier den Tag des offenen Denkmals.

 

In der unteren Etage der Burg waren die liebevoll und professionell gestalteten Wasserbecken des Aquarien- und Terrarienvereins zu besichtigen.

 

Offener Bustedter Garten 2023

 "Wochenend und Sonnenschein –

Gut Bustedt lädt in den Garten ein"

Schön war es – das Wetter und die Stimmung! In diesem Jahr öffnete der Bustedter Garten  seine Tore nach den Sommerferien, so dass  schon ein Hauch von  Spätsommer in den Blumenbeeten sichtbar wurde. Bei Sonnenschein konnten die Besucher am Wochenende in angenehm ruhiger und entspannter Atmosphäre die Gartenstimmung  genießen.

Bei Kaffee und Kuchen konnte man sein gärtnerisches Wissen austauschen und erweitern,  der heimische Imker bot seine Honigprodukte an und für die Kinder gab es Mitmachen-Aktionen. Wer noch Platz in seinem eigenen Garten hatte, konnte sich mit Jungpflanzen, Stauden und Sämereien eindecken.

Geschafft!

Endlich ist auch die Hauptbrücke vom Innenhof zum Garten und den Teichen fertiggestellt!

 

Am Schluss ging es dann sehr schnell, so dass nun einem Rundgang um das gut Bustedt nichts mehr im Wege steht...

Nestlinge im Apfelbaum

Mitte April konnten Besucher und Mitarbeiter des Biologiezentrums draußen auf einer der Wiesen  im Vorbeigehen eine besondere Beobachtung machen, wenn sie nur den Kopf etwas anhoben. Zwei junge Waldkäuze saßen – als sogenannte Nestlinge – in einem Apfelbaum. 

 

Einige Stunden später war es nur noch einer.

Finden Sie ihn auf den beiden Fotos?

Bitte vergrößern Sie hierzu das Bild durch Anklicken.

 

 

Waldkäuze paaren sich bereits im Winter, so dass zu dieser Zeit ihre "unheimlichen" Rufe durch den Wald schallen. Legebeginn ist Februar bis März. Das Weibchen legt in der Regel zwei bis vier Eier, wobei es bereits beim ersten Ei mit dem Ausbrüten beginnt. Dies führt dazu, dass die jungen Waldkäuze im Nest alle verschieden groß sind. Besonders bei den Schleiereulen sitzen die Jungen dann "wie die Orgelpfeifen" im Nest.

Nach einem Monat verlassen die Jungen das Nest, sind aber noch flugunfähig. Als "Nestlinge" sitzen sie auf Zweigen in der Nähe des Nests und werden noch einige Zeit von den Eltern gefüttert. Erst einige Monate später werden die jungen Käuze selbstständig.

 

Pilze im März auf Gut Bustedt?

Aber sicher doch! Nicht alle Pilze bilden ihre Fruchtkörper vornehmlich im feuchten Herbst. Der Scharlachrote Kelchbecherling bildet sie gerne nach der Schneeschmelze im März und April. Dann fallen unter am Boden liegenden Ästen und Stämmen die namensgebenden roten Becher auf.

Der Scharlachrote Kelchbecherling gehört zu den Schlauchpilzen, zu denen viele Hefe- und Schimmelpilze gehören,  genau wie Morcheln und Trüffeln. Er gilt in ganz Deutschland als selten und gehört sogar in der Roten Liste als "gefährdet". Der Pilz ist essbar, sollte aber wegen seiner Seltenheit verständlicherweise vor einem abrupten Ende in der Pfanne verschont bleiben …

Es geht voran!

Und zwar im wörtlichen Sinne. Bald kann man wieder gehen. Und zwar über die  drei kleinen Brücken südlich der Burg. Die Gemeinde Hiddenhausen ist dabei, die Bretter  erneuern zu lassen, nachdem die alten an einigen Stellen restlos durchgefault waren. Zudem bekommen zwei der Brücken auch gleich ein Geländer, auch wenn die geringe Wassertiefe  niemanden ertrinken lassen würde. Vorschriften halt …

Nur die vordere große Brücke ist noch gesperrt. Sie wird als letztes erneuert. Man kann sie aber leicht  über die Wiese um das Hofgebäude herum "überbrücken" …

Rätsel aus der Natur (3)

 

Es gibt Pflanzen, die zunächst blühen, ohne dass Laubblätter zu sehen sind. Erst später, wenn die Blüte vorbei ist, erscheinen die Blätter. 

 

Wie heißt die abgebildete Pflanze, deren Blüten im März und April  häufig in Gruppen am Straßenrand zu sehen sind?

 

(1)  Meerrettich

(2)  Pestwurz

(3)  Stumpfblättriger Ampfer

(4)  Huflattich

(5)  Funkie  (Hosta) 

 

Die Auflösung finden Sie  weiter unten unter AKTUELLES.

Mit 22 PS über das Gut Bustedt

Seit Mitte Januar ist das Biologiezentrum wieder motorisiert. Seitdem der hauseigene Bustedt-Trecker bereits vor einigen Jahren aus "Altersschwäche" seinen Geist aufgegeben hatte, mussten die mitunter anfallenden Transporte im Biologiezentrum von den Freiwilligen von Hand, mit der Schubkarre oder eben gar nicht verrichtet werden.

 

Doch nun steht endlich wieder eine Maschine zur Verfügung. Klein und kompakt – genau passend für die anfallenden Aufgaben. Mit 12 km/h bewegt sich der nur 550 kg "leichte" Hoflader über das Gelände rund um die Burg.

 

Zur Zeit ist das Fahren auf dem laubfroschgrünen "Bock" allerdings noch "Chefsache". Und so wird der Leiter des Biologiezentrums, Holger Stoppkotte,  die ersten Runden drehen, sobald die Betriebsanleitung studiert ist... 

Rätsel aus der Natur (2)

Wenn Kinder Eicheln sammeln, finden sie immer wieder mal eine Eichel mit einem Loch.

 

Von wem stammt dieses Loch in der Eichel?

 

(1) von einer Schlupfwespe

(2) von der Larve der Eichengallwespe

(3) von der Larve eines Rüsselkäfers

(4) von der Larve einer Baumwanze

(5) von einer Wildbiene

 

Die Auflösung finden Sie hier unter AKTUELLES weiter unten.

 

Rätsel aus der Natur (1)

 

Mitunter sieht man bei einem Spaziergang durch die Natur an Heckenrosen, auch Wildrosen oder allgemein Hagebutten genannt – wobei die Hagebutten nur die Früchte sind – merkwürdige braune, moosartige Gebilde. Dabei kann es sich keinesfalls um Hagebutten handeln. Meist finden sich an einem Wildrosenstrauch gleich mehrere solcher Wucherungen.

 

 

Wissen Sie, wie diese kraushaarigen "Knubbel" genannt werden?

 

(1)   Braunbutten

(2)   Ruhebirnen

(3)   Schlafäpfel

(4)   Nachtäpfel

(5)   Hagefrüchte

 

 

Die Auflösung finden Sie hier weiter unten unter AKTUELLES.

Mitmach-Aktion: "BIOBLITZ" –  Der Artenvielfalt auf der Spur

 

Seit dem Jahr 2022  gibt es  eine  Zählaktion, die alles betrifft, was lebendig und bestimmbar ist – ganz gleich, ob Pflanze oder Tier, ob Pilz oder Einzeller.

 

"Bioblitz" nennt sich diese Aktion. Sie wird deutschlandweit durchgeführt und im Kreis Herford besonders vom BUND, von der Biologischen Station Ravensberg und dem Biologiezentrum Bustedt unterstützt und empfohlen.

 

Jeder kann mitmachen, der sich auf die Suche nach Tieren oder Pflanzen machten möchte. Die Seltenheit des Lebewesens spielt dabei keine Rolle – Es kommt alles in Betracht, nicht nur "exotische Neuentdeckungen". Es geht darum, dass naturbegeisterte Kinder, Jugendliche und Erwachsene in diesem Jahr so viele Arten wie möglich nachweisen und für ihren Landkreis oder kreisfreien Stadt eine möglichst umfangreiche Artenliste erstellen.

 

Wie funktioniert das ganze?

 

Am einfachsten lädt man sich die App "Obsidentify" auf sein Smartphone herunter. Dann kann man leicht alle erstellten Fotos hochladen. Die App besitzt eine automatische Bestimmungsfunktion, so dass keine eigene Artenkenntnis erforderlich ist.

 

Eine andere Möglichkeit besteht darin, die eigenen Fotos zuhause auf die Internetseite "www.observation.org" hochzuladen.

 

Alle Ergebnisse werden dem Naturschutz und der Grundlagenforschung zur Verfügung gestellt.

 

Die Städte Münster und Salzburg haben bereits im Jahr 2021 einen "Bioblitz" durchgeführt. Dabei kam es in Münster zu über 3.300 und in Salzburg zu über 2.500 Arten. Darunter waren zahlreiche Erstfunde und eine Reihe Nachweise von Arten, die aufgrund des Klimawandels derzeit ihren Lebensraum verändern.

Hier findet man weitere Informationen:

App "Obsidentify" im AppStore

www.observation.org

www.bioblitze.lwl.org

Dieses Info-Blatt kann durch Anklicken vergrößert und hier heruntergeladen werden:

Informationen zu BIOBLITZ_Der Natur auf der Spur
Bioblitz Kreis Herford 2022.pdf
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AUFLÖSUNG: Rätsel aus der Natur (3)

Antwort (4) ist richtig.

Es handelt sich um den Huflattich (Tussilago farfara).

Sobald im sogenannten Vorfrühling die ersten warmen Sonnenstrahlen die Luft und den Boden erwärmen, tauchen auch schon die ersten Frühlingsboten auf. Der Zitronenfalter und die Erdhummel machen ihre ersten Erkundungsflüge durch die Luft. Und an Böschungen, Wegrändern und Geröllhalden erscheinen die Blüten des Huflattichs quasi wie aus dem Nichts.

 

Der Korbblütler ist wichtig für die ersten Bienen und Hummeln und dient mehreren gefährdeten Schmetterlingsarten als Futterpflanze.

 

Der deutsche Name hat vermutlich mit den großen, hufförmigen Blättern zu tun. Der lateinische Name weist auf die Heilwirkungen der Pflanze hin: "Tussis" bedeutet Husten und "ago" vertreiben. Die Heilpflanze des Jahres 1994 hat also hustenstillende und schleimlösende Wirkungen.

 

Und weil die Blätter recht groß sind und an der Unterseite weich behaart sind, wird der Huflattich auch "Wanderers Klopapier" genannt...

 

AUFLÖSUNG: Rätsel aus der Natur (2)

Antwort (3) ist richtig.

Es handelt sich um die Larve eines Rüsselkäfers: des Eichelbohrers

(Curculio glandium).

 Larve des Eichelbohrers. Foto: wikipedia

Der Eichelbohrer gehört zur Familie der Rüsselkäfer. Wie der name schon sagt, besitzen Rüselkäfer am Kopf einen "Rüssel", mit dem die Weibchen nach der Paarung in eine unreife Eichel bohren, um dort ein oder zwei Eier abzulegen. Die Larve ernährt sich den Sommer über vom Inhalt der Eichel und ist darin gut gegen Fressfeinde geschützt. Im Herbst, wenn die Eicheln zu Boden fallen, frisst sich die Larve durch die reife Eichel, vergräbt sich in der Erde und überwintert dort. Im Frühjahr verpuppt sie sich, so dass im Mai/Juni die Eichelbohrer der nächsten Generation schlüpfen.

 Weiblicher Eichelbohrer. Foto: wikipedia

Es gibt im Internet eine Website von Dr. Peter Brodde mit zahlreichen wunderbaren Fotos von zahlreichen Bäumen sowie Naturgeschichten von Dr. Eva Ullrich:

https://www.dr-brodde.de/

 

Hier gibt es auch eine bebilderte Geschichte über den Eichelbohrer:

https://www.dr-brodde.de/dokumente/b15a_eichelbohrer.pdf

 

Die beiden Autoren haben dem Biologiezentrum die Erlaubnis gegeben, einige Fotos hier zu verwenden. Herzlichen Dank dafür!

 Paarung zweier Eichelbohrer. Man erkennt gut den längeren Rüssel des Weibchens.

Foto: Dr. Brodde/Dr. Ullrich

 

 Das Weibchen bohrt ein dünnes Loch durch Becher und Kapsel der unreifen Eichel und legt ein oder zwei Eier hinein.

Foto: Dr. Brodde/Dr. Ullrich

 Die beinlose Larve des Eichelbohrers hat sich gut von dem Eichelinhalt ernährt.

Foto: Dr. Brodde/Dr. Ullrich

AUFLÖSUNG: Rätsel aus der Natur (1)

Die Antwort (3) ist richtig. Es handelt sich um  Schlafäpfel

Andere Ausdrücke sind Rosenapfel, Bedeguare oder Heilandsbart.

 

Schlafäpfel sind Gallen der Rosengallwespe (Diplolepis rosea). Man könnte sie also als Kinderstuben an Heckenrosen bezeichnen. Im Frühjahr verlassen die Weibchen der Rosengallwespe ihre vorjährige Galle und legen die Eier mit einem Legestachel in die Blattknospen einer Heckenrose ab. Gleichzeitig werden bestimmte Hormone injiziert, die die Heckenrose als Wirtspflanze dazu bringt, Nährgewebe und Gallenmaterial zu bilden. Die Heckenrose selbst produziert also „wider Willen“ die braune Galle. Die zahlreichen Larven, übrigens alles Weibchen, leben in getrennten Kammern der Galle, ernähren sich vom Gallengewebe und sind gegen (fast!) alle Fressfeinde geschützt. Im Herbst sind die Larven ausgewachsen, überwintern aber noch in der Galle, um nach einer Puppenruhe im April des nächsten Jahres zu schlüpfen. Man kann dann gut die Ausschlupflöcher am Schlafapfel erkennen.

 

 

Übrigens:  Wer Schlafäpfel an seinen Heckenrosen findet, sollte sie keinesfalls entfernen. Sie schaden den Sträuchern nicht, haben aber eine wichtige Funktion im Fortpflanzungszyklus der Rosengallwespe.

 

Warum die Bezeichnung Schlafapfel? – Weil den Rosengallen in früheren Zeiten eine schlaffördernde Wirkung nachgesagt wurde. Man legte sie sich also unter das Kopfkissen.